Eine



Liebeserklärung

 

 

an die schönste

 

 

Stadt der Welt

 

 

Unterwegs in Hamburg - Notizen von Elbe und Alster

Starbucks, Europapassage: Längst sagt man mir nach, mich vor allem auf die verschiedenen Niederlassungen des amerikanischen Kaffeegiganten kapriziert und mich damit etwas einseitig orientiert zu haben. Auslöser dieser mal etwas kleineren, dann wieder etwas größer werdenden Leidenschaft war ein erster Besuch in Cambridge/MA, dort besuchte ich mit Freunden 2002 meinen ersten Starbucks. Weitere in Amerika kamen hinzu, dann Freiburg, schließlich Hamburg – wo ich eine Filiale nach der anderen entdecke.

Aber: Die Läden am Rathausmarkt und  in der Mönckebergstraße sind meistens so voll, dass Anstehen keinen Sinn macht. Unproblematischer ist die Europapassage – wo Starbucks in Richtung Alster ganz am Ende sitzt.

Eins haben alle grün beschrifteten  Shops gemeinsam: Hier trifft sich ein bestimmter Menschenschlag, der ein bisschen ist wie die Musik, die im Hintergrund läuft (meist gut ausgesucht). Die Kaffeesorten gehen ins Unendliche, dazu gibt’s allle möglichen Kuchen und Sanwiches. Musste man vor acht Jahren in Cambridge noch ausdrücklich einen Nicht-Pappbecher verlangen, sind sie heute beim Kaffee selbstverständlich, bestimmte Mixgetränke werden auch im Laden in Plastik serviert.

Starbucks ist ein Ruhepol in der gehetzten Verfügbarkeit unserer Tage. Der Service übrigens in der Regel ausgezeichnet und amerikanisch-professionell.


 

Als ich neulich wieder in Hamburg war, habe ich im Vorbeigehn auch diese kleine Galerie gesehen. Eine schöne Idee - empfehlenswert ist auch ein Besuch direkt im Bucerius-Forum.

Hier ist mein epd-Stück über den Vortrag des Hamburger Theologen Fulbert Steffensky in Meersburg Ende November zu lesen. Es war einer der - leider doch etwas seltenen - Fälle, in denen man als Berichterstatter doch etwas für das eigene, ganz private Leben mitnimmt.


 

    

Das Abaton-Kino am Rand des Uni-Campus. Ich bin oft vorbei gegangen und im Herbst mal extra hingefahren, um eine Vorstellung des Filmfests zu sehen. Mehr dazu hier.

Ja, das ist von Penck. Als wir im Frühjahr 2009 das erste Mal dort waren, hatte sich das Bild fast völlig hinter Blättern versteckt. Jetzt war mehr zu sehen.

Seit Frühjahr 2009 zieht es mich immer wieder nach Hamburg. Ich beginne immer mehr, die Stadt an der Elbe, die früher sehr weit für mich entfernt war, zu entdecken. Ich habe keinen anderen Ort in den letzten Jahren in so kurzer Zeit so häufig besucht. Was mir gefällt? Abgesehen von gewissen, lebendigen Menschen, die dort wohnen, ist es das besondere Licht  - so unglaublich unverwechselbar, so besonders, anders. Der Himmel unterscheidet sich vom Süden, er ist weitläufiger, wirkt höher. Rund um die Binnenalster sind die Häuser mit Kupfer gedeckt, der grünlich in der Somme schimmert. Und: Das Großstädtische, diese unglaubliche Fülle von Möglichkeiten zu leben, zieht mich sehr an. Der Altonaer Elbestrand, die Landungsbrücken, der Michel (warum kostet diese Kirche Eintritt??), die Kramer-Amtsstube, ein unglaubliches Steinemuseum, das leider inzwischen geschlossen hat, das schöne Viertel rund um die Grindelhochhäuser, die Bahnhöfe Dammtor und Hauptbahnhof, die Universität, manche Ecken in Eimsbüttel, die rasend schnelle U-Bahn, die übervollen Busse, die Einkaufspassagen rund um die Mönckebergstraße, das Bucerius-Kunstforum - jedes Detail macht mich zunehmend neugieriger auf diese Stadt. Und ich komme immer wieder, setze das Mosaik langsam, aber sicher zusammen.

Ja, die Wiederholung

„So good, I got you“, „Take a chance on me“, „Living next door to Ellis“, „Wish you were here“ – dieses und anderes höre ich jeden Tag bei den Kollegen aus Hamburg. Sie hätten, verkünden sie, die “größte Musikdatenbank der Stadt”. Aber wie groß ist sie denn? In der Wiederholung, das wissen wir schon vom Fernsehen, liegt die Kraft. Sie schärft das Gehör, sie setzt auf das Beständige, sie macht sicher. „Get back to where you once   belonged“, „Somebody to love“, - die Beatles also, Queen (na klar doch), Elton John, John Denver – die Mischung ist ganz schön bunt; und vieles kommt immer wieder. So hab ich ein bisschen Hamburg hier. Und das ist gut so.

Alles wirkt weitläufiger in Hamburg, mit mehr Möglichkeiten.  Der Samstagsauflauf in der Innenstadt hat etwas von - sagen wir es ruhig - Masse. Der Vorteil: Man kann sich etwas zum Anziehen kaufen, ohne dass es gleich die ganze Stadt erfährt. Hamburg steckt - und mir gefällt sowas - zugleich voller Geschichten und journalistischer Themen, von denen ich immer mehr finde. Solche, die ich noch nie behandelt habe. Von denen ich nichts verstehe (jedenfalls noch nicht). Wie es zum Beispiel sein kann, dass Fachleute Häuser in die Gegend stellen, die auf Fundamente verzichten und damit in Kauf nehmen, dass in nicht allzu ferner Zukunft Feuchtigkeit in die Wohnräume eindringt. Wie das Zusammenleben von Menschen verschiedenster Kulturen funktioniert (oder nicht). Wie - immer wieder neu - dieselben Mechanismen ablaufen (Polizei zeigt "Präsenz", Leute fühlen sich provoziert, es kracht, wie immer wieder im Schanzenviertel. Oder es kracht, weil keine Polizei da ist und sie erst aus den Betten geholt werden muss.). Ich könnte weitermachen mit Straßennamen ("Rutschbahn" heißt eine kleine Straße in Eimsbüttel), ich könnte von den Geschichten erzählen, die sich um die Bücherhalle drehen. Sowieso ist die Gegend um die Deichtorhallen nicht unattraktiv, wie viele Plätze in der Stadt.


Hier war ich auch schon ein paar Mal, sehr schön. Nur von fern habe ich die Diskussion um das Gängeviertel verfolgt. Diesen Link bekam ich gerade dazu.

In Hamburg soll die vor Jahrzehnten abgeschaffte Straßenbahn wieder neu entstehen, jetzt Stadtbahn genannt. Mehr dazu hier.

Hübsch ürigens der Pavillon am Jungfernstieg über die neue U4.

Ein nettes Projekt, mindestens: Bei der Recherche nach mehr Informationen über Hamburg bin ich auf eine interessante Website gestoßen. Jemand hat ein Buch, dass er als Jugendlicher über seine Heimatstadt geschrieben hat, digitalisiert und ins Netz gestellt. Nicht schlecht, finde ich.

Vielleicht könnte man sich ja mal "Soul kitchen" anschauen? Könnte ja zu der Serie über Hamburg als Kulisse passen. Aber bitte nur in Hamburg . . .

Kunst rund um Hamburg - ein Beispiel

 

Schon außerhalb von Hamburg, genauer in der Lüneburger Heide, findet sich die Kunststätte Bossard. Gewiss erscheint einem beim Rundgang über das Gelände der Gedanke von einer Kunst-Religion etwas merkwürdig, wollen einem die Traktate, aus denen in den - ausgezeichneten - Erläuterungen immer wieder zitiert wird, etwas verquast vorkommen. Aber der Charme der Heidelandschaft - zusammen mit den erstaunlichen, übervollen Gebäuden der Kunststätte, faszinieren schon.  

 

Foto: CMT

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Neuigkeiten:

HIER finden Sie ein erstes, kurzes Stück zu einem Hamburg-Heft. Das nächste Hamburg-Heft liegt hier. Wortvision wird interaktiv. Es gibt einen Blog.


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